Zugegeben, der Titel dieses Artikels klingt ein wenig komisch. Panikattacken in Elmshorn? Die kommen doch auch anderswo vor.

Stimmt natürlich, ich musste beim Schreiben dieses Artikels an den Film „Schlaflos in Seattle“ denken – kennst du noch diesen alten Streifen von Anfang der 90er Jahre?

Leider ist das Thema, um das es hier geht, doch um einges ernster als der Film von damals.

Stell‘ dir vor du sitzt bei deiner Zahnärztin, eine Kariesbehandlung steht auf dem Programm, die Spritze ist gesetzt und der Stuhl wird gerade zurück gefahren. Dich überkommt ein Gefühl von Machtlosigkeit und der Gedanke „Ich kann hier jetzt nicht weg„.

Du spürst, wie dein Herz zu rasen beginnt, wie dir der Schweiß ausbricht und dir schießen Gedanken durch den Kopf wie „Ich werde verrückt, verliere die Kontrolle über mich“ oder „Hilfe, ich sterbe jetzt„.

Minuten später ist alles wieder ruhig. Nichts ist passiert. Die Zahnärztin ist fast fertig, alles läuft nach Plan. Nur die Frage bleibt: Was war das? Und vor allem: Was mache ich wenn das wieder kommt?

Viele Menschen (in Elmshorn und überall sonst) kennen genau dieses Gefühl. Panikattacken treffen jeden Menschen. Vordergründig völlig aus heiterem Himmel, ohne erkennbaren Grund. Das macht sie so verwirrend und so belastend.

Die gute Nachricht: Du bist damit nicht allein. Und es gibt einen Weg raus.

Wenn der Körper Alarm schlägt – ohne erkennbaren Grund

Eine Panikattacke kommt oft wie aus dem Nichts. Kein Auslöser, keine Vorwarnung. Plötzlich rast das Herz, die Brust schnürt sich zu, die Hände zittern, die Beine werden weich. Dazu diese schlimmen Gedanken.

Selbstverständlich ruft man dann den Rettungsdienst. Der Gang in die Notaufnahme folgt oft kurz danach. Die Untersuchung ergibt: Alles in Ordnung. Körperlich bist du gesund.

Das ist für viele der härteste Moment – weil die körperliche Intensität so real ist. Und weil die Erleichterung nach dem Befund sich irgendwie schal anfühlt. Denn der Gedanke bleibt: Was, wenn es wiederkommt? Und wenn es das nächste Mal doch etwas Ernstes ist?

Was in deinem Körper passiert

Dein Nervensystem löst einen Fehlalarm aus. Das ist der eigentliche Grund – also keine Schwäche und auch keine psychische Störung.

Dein Gehirn ist darauf ausgelegt, dich zu schützen. Bei echter Gefahr schaltet es in den Alarmzustand: Herzrasen, veränderte Atmung, angespannte Muskeln. Das ist dein uraltes, evolutionär angelegtes Überlebenssystem. Bei einer Panikattacke passiert genau das Gleiche – nur ohne reale Gefahr. Dein System springt an, obwohl niemand da ist, vor dem du fliehen müsstest oder vor dem du dich verteidigen müsstest.

Dein Körper und deine Schutzsysteme funktionieren also. Sie schützen dich – nur zum falschen Zeitpunkt. Das ist erstmal eine gute Nachricht. Wenngleich es natürlich äußerst unangenehm und belastend ist.

Die zweite gute Nachricht: Es ist veränderbar. Weil, was einmal falsch angesprungen ist, kann auch wieder lernen, ruhig zu bleiben und nicht im falschen Augenblick hochzufahren.

Warum die Angst vor der nächsten Attacke das eigentliche Problem ist

Viele Betroffene sagen, am schwersten wiegt das, was nach der Panikattacke kommt. Es ist diese „Angst vor der Angst„, im Fachjargon sprechen wir von Erwartungsangst.

Man meidet den Supermarkt, in dem es passiert ist. Dann die Autobahn. Dann größere Menschenmengen. Der Aktionsradius wird kleiner. Das Leben zieht sich zusammen.

Das ist der eigentliche Teufelskreis: Je mehr du ausweichst, desto stärker wird deine Angst. Denn Vermeidung gibt dem Gehirn die Botschaft – Diese Situation ist wirklich gefährlich. Panikattacken folgen diesem Muster fast immer. Und genau deshalb hilft Ausweichen nicht.

Wie du aus diesem Kreislauf aussteigen kannst

Der erste Schritt ist dein Verständnis: Panikattacken sind körperlich nicht gefährlich. Sie fühlen sich so an – aber sie sind es nicht. Dies ist ein entscheidender Unterschied.

Allein das Verständnis über das, was in deinem Körper passiert, kann deine Situation schon verändern. Viele meiner Klinenten berichten, dass allein dies ihnen schon hilft, einen Teil ihrer Angst vor der Angst zu verlieren.

Und wer dann lernt, in solchen Momenten anders zu reagieren, statt wegzulaufen, wird schnell merken: Es geht. Die Situation lässt sich aushalten. Und mit jedem Mal, das man aushält, wird die Angst ein Stück kleiner.

Das braucht keine außergewöhnliche Willenskraft. Es braucht Wissen – und die richtige Begleitung. Viele der Menschen, die ich in meiner Praxis in Elmshorn begleitet habe, haben jahrelang geglaubt, dass das nie aufhören wird. Viele waren überrascht, wie schnell sie ihr Problem in den Griff bekommen haben.

Heute führen sie wieder ein freies Leben – ohne Panik, ohne ständige Anspannung. Und falls sich doch mal Angst meldet: Sie wissen was sie tun können, welche „Werkzeuge“ ihnen gut helfen.

Du musst das nicht allein durchhalten

Erkennst du dich in diesen Zeilen wieder? – Dann lass uns reden.

Ich begleite Menschen mit Panikattacken in Elmshorn und Umgebung auf dem Weg raus aus der Angst. Kein Kassensystem, keine monatelange Wartezeit. Einen ersten Termin bekommst du bei mir in der Regel innerhalb von 14 Tagen.

Das erste Gespräch ist kostenlos und völlig unverbindlich. Hier gebe ich dir bereits eine erste Einschätzung deiner Situation aus meiner Sicht.

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